Vegan to go. Geht das?

Wenn du dich dazu entscheidest vegan zu leben, bedeutet das nicht nur, dass du zuhause anders kochst und dementsprechend einkaufst. Es bedeutet auch, dass du es vergessen kannst in x-beliebige Café, Bistros, Imbisse, Bäcker oder sonstwo zu kommen und zack zack was auf die Hand zu bekommen. Ne. Läuft nicht mehr. Nicht ohne diverse vorherige Expeditionen mit einigen Niederlagen.

Man muss sich schon genauer mit dem jeweiligen Angebot auseinandersetzen. Ich arbeite mitten in der Hamburger Innenstadt. An Möglichkeiten zu Essen mangelt es grundsätzlich nicht. Aber irgendwie halt schon. Als ich mich entschied vegan zu leben war mir gar nicht klar wie anstrengend das werden würde unterwegs. Also begann ich meine Entdeckungstour für die Mittagspause. Denn, liebe Gastronomen, Veganer sind keine Kaninchen. Wir geben uns nicht damit zufrieden jeden Tag Salat zu essen. Auch wir wollen Abwechslung, oder habt ihr jeden Tag Bock auf Hackbraten? Nein? Komisch. Aber das ist eben so ein Knackpunkt, Essen auswärts ist grundsätzlich teuer, und die noch relativ geringe Auswahl an veganen Gerichten to go schränkt einen zusätzlich ein.

Wenn man sich erstmal reinfuchst, geht es. Ich persönlich finde es aber schon verdammt lästig in keinem Café viel mehr als ein oder zwei Sachen zu finden, die ich essen kann. Rüstet endlich auf, Freunde, the trend is real. Natürlich findet man bei jedem Asiaten was. Oder Kumpir oder Falafel oder Salatbar. Und zugegeben, es wird ja mehr. Es ist aber schon Fakt, dass man eine Weile braucht um zu wissen wo man was zu essen bekommt. Und bevor der große Aufschrei kommt: Ich weiß durchaus, dass ich mir zuhause was machen und mitnehmen kann. Aber tut nicht so scheinheilig, wer hat den Lust sich jedes Mal was mitzunehmen?! Falsch. Wer hat ernsthaft Lust ständig in der Küche zu stehen? Ich nicht. Ich koche gern, aber dieses ganze Lunch-to-go-Meal-Prep-Ding habe ich noch nicht so ganz für mich entdeckt. Klingt nach etwas, was ich mir aktuell nicht leisten kann. Ich plane gerade eben so bis morgen. Nie länger. Das ist was für den Adel. Oder zumindest jemanden, der nicht so sprunghaft und unorganisiert ist wie ich.

Also macht euch klar, dass es ein Projekt ist, eure Ernährung auswärts sicher zu stellen. Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Und Xavier kann sich nicht irren. Sag nichts gegen mein Xavier. (Alle Ingo Appelt Fans schreien heeey hooo.) Aber es lohnt sich ja. Die erste Woche habe ich die Veganität recht locker handhaben müssen, da ich völlig überfordert mit dem Nahrungsangebot war, dass nicht in meine Ernährung passen wollte. Nun kann ich weniger planlos durch die Stadt laufen, weil. ich weiß wo ich hin muss. Jetzt bin ich nicht mehr dazu verdammt jeden gottverdammten Tag auf meinem Salat herumzukauen. Ich kann mich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, wie es auch uns Veganern zusteht. Aber denkt trotzdem dran, liebe Gastronomen: ihr seid noch nicht am Ende eurer Entwicklung angelangt.

In diesem Sinne…

Peace out xo
Karo.

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25 years old and living near Hamburg with my beloved man, our two cats and our dog. And I am goint to take you on a journey with me through my life on a way to a better self. So stay tuned.

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