Selbstsabotage par excellence

Ich weiß nicht was mit mir los ist. Wenn ich mir ganz fest etwas vornehme, dann mache ich es definitiv nicht. Was für ein Scheiß?! Was stimmt mit mir nicht? Bin das nur ich, oder trifft es auch auf andere zu? Ich mache Pläne, um sie am Ende nicht zu befolgen. Ganz toll, Karo, ganz toll.

Woran das liegt verstehe ich selber nicht so ganz genau. Vielleicht bin ich einfach nicht geschaffen fürs Pläne machen und Einhalten. Ich bin nicht glücklich damit, nur dass ich das einmal klargestellt habe. Genau genommen hasse ich mich dafür. Ich steh mir in einer Tour selbst im Weg. Und wo hat mich das bis jetzt hingebracht? Ich bin 24, habe noch keine abgeschlossene Ausbildung oder Studium, habe einen Job, der zum einen schlecht bezahlt ist und mich fast schon depressive macht, und bin quasi chronisch pleite. Yay.

Ich vermute, dass das alles damit zu tun hat, dass ich tatsächlich ein wenig depressiv bin. Das ist eine eigens erstellte Diagnose, muss ich zugeben, aber ich denke schon, dass ich damit richtig liege. Nicht das ich die Zeit oder das Geld hätte mit damit wirklich ernsthaft zu befassen. Diese Depression liegt vermutlich aber auch an genau meiner geschilderten Lage. Wie kann man da nicht depressiv werden? Ich muss auch zugeben noch nie der positivste Mensch zu sein. Ich bin nicht negativ. Ich würde eher sagen, dass ich eine etwas zu realistische und pragmatische Person bin. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist die Welt nun mal nicht heiter Sonnenschein. Und ich bin nun mal niemand, der das alles sieht und dann strahlend wie ein Honigkuchenpferd durch die Welt laufen kann.

Ich fresse seit ich damals ausgezogen bin eigentlich nur Scheiße. Wie soll ich denn positiv bleiben? Jeden Tag kommt was neues, was mir Laune und Motivation verdirbt. Natürlich, das ist mir ja klar, habe ich all diese Scheiße, die mir um die Ohren fliegt ja selbst verbockt. Sicher. Ich war jung und dumm und darf heute noch dafür blechen. Und dieses Wissen steigert natürlich den Hass auf meine Entscheidungen und irgendwo auch auf mich. Man sagt mir, ich soll das alles nicht so ernst nehmen und mich nicht so fertig machen deswegen. Aber wie soll das denn funktionieren? Wenn du heute noch die Scherben deiner Dummheit sammelst?

Und all das blockiert mich innerlich. All das bringt mich dazu ständig an mir zu zweifeln. Und mir selbst im Weg zu stehen. Und trotz dieses Wissens kann ich es nicht abstellen, auch wenn ich will. Es ist auch nicht gerade einfach, sich nicht mehr selbst zu geißeln, für die Scheiße die man gebaut hat, wenn sie einen täglich belastet und präsent ist. Sowas lässt sich nicht von einen auf den anderen Tag umstellen. Es braucht Zeit. Viel Zeit. Und die Fähigkeit mit sich selber und seinen Fehlern zurecht zu kommen. Man sagt, Einsicht sei der erste Schritt zur Besserung. Nun muss ich den Zweiten machen.

In diesem Sinne…

Peace out xo
Karo.

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25 years old and living near Hamburg with my beloved man, our two cats and our dog. And I am goint to take you on a journey with me through my life on a way to a better self. So stay tuned.

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