Vegan mit Fleischfressern im Haus – kein Problem!

Das ist eine der meistgestellten Fragen tatsächlich. “Wie machst du das, dein Freund liebt doch Fleisch?!” Ja tut er. Sehr. Das war ja auch eine meiner Sorgen, als ich anfing. Wie zum Teufel soll das denn bitte funktionieren?! Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es so einfach ist. Und mein Liebster kommt so auch hervorragend damit klar. Wer hätte das gedacht.

Es gibt ein paar Wege, wie man sich zuhause arrangieren kann. Zum Einen könnte man natürlich einfach separat kochen. Machen wir tatsächlich hin und wieder, wenn er Bock hat auf etwas, was ja nun so gar nicht vereinbar ist mit veganem Leben. Rinderrouladen oder sein tolles Gulasch, das zufälligerweise aus Fleisch, Fleisch und Fleisch besteht und einigen wenigen Zwiebeln und Tomaten dazwischen. Kartoffeln dazu, damit man wenigstens noch was anderes zum satt werden hat? NE. Brot. Nur Brot. Bah. Hat er von seinem Dad, und der wiederum von seiner Mutter. Oma Marlies’ Gulaschtopf. Gibt es fast jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag. Ein Albtraum für mich, auch als ich noch täglich Fleisch gegessen habe.

Aber ich schweife ab. An Tagen an denen er sowas will, bin ich komplett raus. Dann mach ich mir separat, und lasse ihm seine Fleischorgien. So tolerant muss man schon sein können. Denn wer hasst nicht diese nervigen Veganer und Vegetarier, die jeden in ihrer Umgebung bekehren wollen und allen erzählen wie unfassbar schlecht das Essen auf deren Teller ist?! Zum Kotzen diese Idioten. Leben und leben lassen, ihr Moralapostel.
An solchen Tagen mache ich mir dann aber auch Hardcore-Veganes Essen, von dem ich weiß, dass mein Liebster es nicht essen würde. Bowls, die nur aus wirklich nährstoffreichem Gemüse usw. bestehen, mit Sprossen, Kernen, Chia, Leinsamen und was sich sonst findet. Quasi Superfood-Bowls, die dich gefühlt für Wochen satt machen.

Das sind aber tatsächlich Ausnahmen. Meist gehen wir das gemeinsame Essen anders an. Mein Essen ist quasi seine Beilage. Funktioniert hervorragend für beide Parteien. So bekomme ich ihn wenigstens mal dazu Gemüse zu essen und Vitamine zu sich zu nehmen. Er brät sich sein Fleisch dazu an, und ich verfeinere das Ganze auf meinem Teller mit allem worauf ich so Bock habe. Ich hab beispielsweise immer meine Sriracha griffbereit. Ich liebe scharfes Essen. Oder ich streue Leinsamen drüber für meine Omegas, ihr kennt das. Vielleicht. Jedenfalls die Veganer unter euch. Ich habe meine Zusätze und er seine. So kocht man letztlich eine Sache und nicht zwei, und beide sind satt und zufrieden.

Natürlich muss man Kompromisse eingehen. Und an Tagen an denen man eben mal keinen Kompromiss eingehen will, muss man sich eben die Mühe machen und zwei mal kochen. Was ja eigentlich auch unproblematisch ist. Man muss eben akzeptieren, wie der Andere isst. Toleranz ist das A und O. Und die Hauptsache ist doch, dass alle essen was ihnen schmeckt. Wäre es mir lieber, wenn er auch vegan isst? Vielleicht. Aber er liebt sein Fleisch und man soll Liebenden nicht im Weg stehen. Selbiges gilt für mich und mein Gemüse. Und so leben wir immer noch unter einem Dach, und haben uns noch nicht gegenseitig für unsere Essensgewohnheiten zerfleischt. Fleischfresser können auch mit Veganern leben und umgekehrt. Man muss sich nur arrangieren.

In diesem Sinne…

Peace out xo
Karo.

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25 years old and living near Hamburg with my beloved man, our two cats and our dog. And I am goint to take you on a journey with me through my life on a way to a better self. So stay tuned.

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